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"Wie logen die aserbaidschanischen Behörden"


Auf Anordnung von den Behörden sollte man mitteilen, dass Chodschali von den Armeniern nicht erobert wurde.

Agschin Sejnalow, Oberstleutnant der Polizei im Ruhestand, Chef des Pressedienstes MWD bei Mutalibow:

„Mir wurde befohlen, dringend eine Meldung zu erstatten und in den Urlaub zu gehen“.

Exklusives Interview Westi.As  mit Agschin Sejnalow, dem Oberstleutnant der Polizei im Ruhestand.

Am 26. Februar war er als erster, der  Aserbaidschan über die Eroberung von Chodschali benachrichtigt  hat.

Westi.As.: Wie haben Sie über die Eroberung von Chodschali erfahren?

Sejnalow: Zu diese Zeit amtierte ich als Chef des Pressedienstes des Innenministeriums. Dienstlich stand ich eng mit den Medien in Verbindung . An diesem unglückseligen Morgen des 26. Februars 1992 kam ich wie gewohnt zur Arbeit. Sie wissen, dass die Republik sich damals in  einer äußerst schwierigen Lage befand. Niemand wusste, wer den Medien Informationen geben sollte. Ich war befugt, mit der Presse zusammenzuarbeiten. Ich bekam sehr zügig nicht nur die Information über die kriminelle Situation im Land, sondern auch den Lagebericht von der Front. Ungefähr um 10.00 Uhr hat mich die Korrespondentin der Zeitung Asadlyg, Elmira Amrahgysy ( verstorben – Re.), angerufen und mich über die laufenden Angelegenheiten im Land gefragt. Ich habe mich sofort in Verbindung mit dem Bereitschaftsdienst des Innenministeriums gesetzt, dessen Personal über die Lage der Dinge gemeldet hat. Außerdem hat man festgestellt, dass es mit dem Bereitschaftsdienst der Polizei in Chodschali keinen Kontakt gibt. Mit Hilfe des  inneren Fernsprechverkehrs habe ich mit dem Politoffizier des Polizeireviers der Stadt Schuschi – Elchan (an seinen Namen erinnere ich mich leider nicht) telefoniert. Damals war Schuschi auch im Belagerungszustand. Elchan hat mit dem Fernglas gesehen, wie die armenischen Panzerwagen in die Stadt hineinfuhren und die Stadt selbst in Flammen stand.
Diese aus Schuschi erhaltene Information habe ich der Journalistin der Zeitung Asadlyg mitgeteilt. Und sie hat über den Verlust von Chodschali geschrieben.

Westi.As: Wie haben sich  die Ereignisse nach der Veröffentlichung entwickelt?

Sejnalow: Nach bestimmter Zeit hat man mich eiligst ins Büro des Innenministers kommen  lassen und erklärt, dass ich auf die Anordnung des Amtes des Präsidenten unverzüglich eine Information vorbereiten soll, dass Chodschali von den Armeniern immer noch nicht erobert wurde; dass es im Verlauf der Kämpfe rund um die Stadt zwei Umgekommenen gab...und andere Desinformation... Als ich berichtet habe, dass ich die Information über die Eroberung von Chodschali durch die  Armenier schon der Zeitung Asadlyg mitgeteilt hatte,  begann sofort ein unbegreiflicher Lärm. Mir wurde befohlen, dringend eine Meldung zu erstatten und in den Urlaub ab dem 26. Februar zu gehen.

Westi.As: Heißt das, dass jemand nicht wollte, dass das Volk über die Eroberung von Chodschali erfuhr?

Sejnalow: Natürlich. Am Morgen des 27. Februars hat mich ein Assistent des Innenministers angerufen und befohlen, sofort zur Arbeit zu gehen. Um das Gebäude des Ministeriums hat sich eine große Menschenmenge versammelt, die die Erklärung und sogar den Rücktritt der Regierung verlangte. Es hat sich herausgestellt, dass am Vortag, am 26. Februar, im TV – Programm „Gjunjum ekrany“  berichtet wurde,  unter Berufung auf das Innenministerium, dass in Chodschali alles in Ordnung sei, und dass im Verlauf der Kämpfe nur zwei Menschen getötet und zwei verletzt wurden.

Westi.As: Wer hat denn diese unwahre Information verbreitet?

Sejnalow: Am 26. Februar auf der Sitzung des Sicherheitsrates hat der damalige Pressesprecher des Apparats des Präsidenten Rasim Aghajew dem Oberhaupt des M. d. I. Tofik Kerimow zugeredet, solche Erklärung  abzugeben. Da die Wahrheit, seiner Meinung nach, könnte viel Lärm verursachen und unvorhersehbare Folgen bringen. Das bedeutete, mit Hilfe von Betrug und   Verheimlichung der schrecklichen Wahrheit haben sie versucht, die Information über die Niederlage von Chodschali und den Tod von hunderten unschuldigen Menschen zu vorenthalten. Ehrlich gesagt, es war für mich deswegen bitter und kränkend!



Quelle: Westi.As


Siehe auch:

Auszug aus dem Interview mit Ramis Fatalijew

Aussagen der aserbaidschanischen

Ajas Mutalibow. Verbannt aus Aserbaidschan wegen der Wahrheit über Chodschali

Tschingis Mustafajew – Held oder Fälscher?

Das vieh wurde rechtzeitig evakuiert, die menschen nicht

Es ist nicht Chodschali, was sie zeigen


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