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Tschingis Mustafajew – Held oder Fälscher?

Плод, извлеченный из распоротого чрева матери

Manche armenische Autoren und Medien   beschreiben  den aserbaidschanischen Fernsehjournalisten Tschingis Mustafajew als einen Mann der Ehre und des Gewissens, der angeblich eigene Untersuchung der Aghdamer Tragödie führte und  sogar die Schlussfolgerung über die aserbaidschanische Urheberschaft dieses Verbrechens zog.

Ich bin nicht geneigt, solchen Optimismus zu teilen. Mehr noch. Ich finde, dass Mustafajew einer der Schöpfer des Mythos über Chodschali ist, und das heißt, dass er ein Feindpropagandist ist, der auf dem besetzten armenischen Land gerecht beseitigt wurde.

Um uns zu vergewissern, dass Mustafajew weder ein Held ist, wie Aserbaidschaner ihn darstellen, und noch ein ehrlicher Journalist ist, wie armenische Medien ihn, wer weiß warum?, darzustellen versuchen,  müssen wir seine kurze, aber ziemlich  interessante Biografie kennenlernen.

Anmerkung: Weiter im Text gibt es Zitierung der Materialien und Videoaufzeichnungen von Tschingis Mustafajew, deren Vorführung für Personen mit empfindlicher Psyche nicht zu empfehlen ist!

Das erste lautstarke Erscheinen des ehemaligen Mediziners Mustafajew als Fernsehjournalisten ist mit der Einsetzung der Sowjetunionsstreitkräfte  in Baku in der Nacht zum 20. Januar verbunden.

Was typisch ist, als Mustafajew genießend und bildlich die Bestialität der „russischen Soldaten“ beschrieben hat, verlor er kein Wort über das grausame Massaker an den Armeniern und die sadistische Ermordung der wehrlosen Menschen. Das Massaker dauerte eine ganze Woche kurz vor dem Einsatz der Streitkräfte.

Solche selektive Journalistik illustriert ausdrucksvoll  den bürgerlichen und menschlichen Standpunkt von Mustafajew.

Seine nächste Reportage, die ihn berühmt machte, war vom 28. Februar 1992. Damals, als der Hubschrauber mit dem Fernsehjournalisten an Bord aus dem aserbaidschanischen Dorf Umudlu im Norden der Republik Berg-Karabach gestartet ist, nahm er  Kurs auf die Siedlung Chodschali, die in der Nacht zum 26. Februar vom Banditennest der aserbaidschanischen Spezialeinheit der Miliz und von anderen illegalen bewaffneten Formationen gesäubert war, die auf dem Territorium der jungen Republik tätig waren.

Mustafajew konnte  natürlich keine Leichen in Chodschali fotografieren, weil es in Chodschali einfach keine Leichen gab. Die Leichen wurden auf einem Gebiet in der Nähe der aserbaidschanischen Bezirkshauptstadt Aghdam entdeckt, das sich bis zum Hochsommer 1993 unter der völligen Kontrolle des aserbaidschanischen Militärs befand. Eben deshalb führte Mustafajew hier seine Dreharbeiten ungehindert durch. Genau gesagt: seine ersten Dreharbeiten. Zu dieser ersten Videoaufzeichnung gibt es nicht viele Fragen: man sieht umgekommene Freischärler und Flüchtlinge, die ins Schussfeld geraten waren. Die Flüchtlinge wurden von den VFAs-Truppen ( VFAs -- Volksfront Aserbaidschan ) aus Chodschali  nicht freigelassen. Armeeangehörige verladen Leichen in den Hubschrauber (zuerst – Männer des Militäralters –Panducht ). Mit einem Wort, schreckliche Kriegsbilder. Und naturgemäße menschliche Reaktion: man hört Mustafajews Weinen, seine Worte „ armes Kleinchen“  usw. Einzige Bemerkung: 613 Leichen sind hier nicht zu beobachten. Doch dann beginnt das Interessanteste.

Einen Tag später, am 2. März,  kehrt Mustafajew mit den ausländischen Korrespondenten zu dem Ort des Todes zurück und beginnt seine zweiten Dreharbeiten. Hier ist seine Tonart ganz anders: Er führt Kommando bei den Dreharbeiten, kaltblütig und tüchtig macht er sein Werk. Diese zwei Videoaufzeichnungen kann man auf der aserbaidschanischen Webseite, die sich Mustafajew widmet, vergleichen – hier.

Diese zwei Videos hat Mustafajew mit dem Abstand von vierundzwanzig Stunden gedreht. Aber bei ihren Vorführung fällt eine Reihe von Nichtübereinstimmungen und offenen Manipulationen der Leichen auf. Diese nicht zu merken wäre kompliziert, und Mustafajew, als erfahrener Journalist, konnte sie einfach nicht übersehen, nur wenn er selbst nicht vertraut mit dem Geschehen war.

Ich möchte auf den konkreten Beispielen, laut der Zeitmessung der Videoaufzeichnungen folgend, das erklären.
Und ich möchte noch einmal warnen: Dieses Experiment ist für die Wahrheitsfindung unbedingt nötig, und es ist für Nervenschwäche nicht zu empfehlen!

1.Video 1.-- Ein Gesamthintergrund, Leichen liegen in einer Reihe, neben ihren Köpfen ist Dickicht  des hohen Grases.
Video 2.--Die Leichen liegen im Halbkreis in einer ganz anderen Reihenfolge, es gibt das hohe Gras nicht.

2.Video 1.-- Ein Mädchen mit einem schwarzen Kopftuch, eingewickelt in einer Bettdecke, liegt neben einer Frau mit einer grell-blauen Turnhose. Man bringt das Mädchen in den Hubschrauber weg.
Video 2.-- Dasselbe Mädchen liegt wieder auf dem Feld, aber schon auf einem anderen Platz. Dazu ist es halb entkleidet und verstümmelt.

3.Video 1.--Ein bärtiger Mann liegt auf einer Bettdecke.
Video 2.--Derselbe Mann, aber schon skalpiert.

4.Video 1.--Ein Mann mit einem Schnurrbart, neben ihm liegt eine Schirmmütze.
Video 2.--Derselbe Mann ist schon skalpiert, die Schirmmütze fehlt.

5.Video 1.--Noch ein Kind ( mit einer hellen Hose). Das Kind liegt AUF irgendeinem Körper.
Video 2.--Das Kind liegt UNTER einem Körper in einer ganz anderen Pose.

Ich wiederhole nochmals: Es war nur das, was sofort in die Augen sprang. Um das zu merken brauchte man keine „eigene Untersuchung“. Es war für Mustafajew unmöglich, solche offensichtlichen Manipulationen der Leichen ( von deren manche vierundzwanzig Stunden lang in Aghdam waren und erst danach für die Aufnahmen und für die Vorführung für die Journalisten zurückgebracht wurden ) und ihre offensichtliche Verhöhnung, was in der ersten Aufnahme fehlte;  zu übersehen. Wenn nur – Ja, ja – falls er selbst mit den schändlichen Manipulationen der Leichen seiner Landsmänner nicht zu tun hatte.

Meiner Meinung nach, während der 24 Stunden, die Mustafajew in Aghdam verbracht hatte, erklärte man ihm einfach, dass die Toten sowieso  verloren seien; dass Mutalibow ein schwacher Politiker sei  und das Land eine junge starke Macht in Person von der gegen Armenier kämpfenden  Volksfront braucht; dass  die Geschichte beweisen wird, wer Recht hatte; dass die  Armenier sowieso Schurken seien. Und so weiter, und so weiter, und so weiter. Es kommt noch dazu, dass man ihm den Lorbeerkranz des Kriegshelden und „des Gewissens der Nation“ versprach und außerdem freie Hand in seiner zukünftigen Profitätigkeit, Wahl der Landschaft und Personen für die zukünftigen Aufnahmen usw.

Die folgenden Ereignisse und Aktivitäten von Mustafajew sprechen für diese Version: Die Videoaufzeichnungen von Mustafajew wurden in Milli Medschlis gezeigt und führten zum politischen Tod des Präsidenten Mutalibow und zum Machtantritt der Volksfront. Auch eine Videoaufzeichnung von Mustafajew mit dem Verhör der drei Armeeangehörigen ( aus Mittelasien) des Regiment 366 Korps, in dem er  die Soldaten zum Geständnis über die “ Teilnahme“ des  Regiments 366  im Sturm auf Chodschali zu „ drängen“ versucht, spricht für diese Version. Die unglückseligen jungen Männer hatten keine Ahnung, worum es geht.
Hier kann man die Aufnahme, die Mustafajew in Lachin vor seinem „Sturz“ gemacht hat, durchsehen.                                          

Er verkehrt mit den Soldaten nicht als mit seinesgleichen, sondern mit dem Ton des großen Chefs und des Herrn der Lage.
Die späteren regelmäßigen Reportagen von Mustafajew wurden in der neugeborenen Nachrichtensendung „Westi“ des zweiten russischen Fernsehprogramm gezeigt.

Am 12. Juni 1992 begann die aserbaidschanische Militärclique einen großräumigen Angriff gegen den zweiten armenischen Staat. Mustafajew befand sich ständig im Zentrum der aserbaidschanischen Kriegshandlungen und  erzählte den russischen Fernsehzuschauern mit Eifer über den Erfolg der Besetzer in dem armenischen Land. Der Erfolg bestand in der Verbrennung der Dörfer; in der Vertreibung der friedlichen armenischen Bevölkerung aus Heimatstätten; in der Vernichtung der Menschen, deren es nicht gelungen ist, der Angriffshorde zu entgehen. Für die Unterwerfung von Arzach haben die Aserbaidschaner alles benutzt: Das Waffenmaterial und die Truppenstärke der Kirovabader Motorschützendivision der GUS ( Gemeinschaft unabhängiger Staaten) 4. Armee, die der verräterische Oberst Budejkin den Aserbaidschanern „sorgsam“ zur Verfügung stellte, Luftwaffe, Bomben mit Giftstoffen, Kampfhubschrauber,  Panzer und anderes schweres Gerät.

Doch schon am 20. Juni konnten die Fernsehzuschauer der Sendung „Westi“ sich mit eigenen Augen vergewissern, dass die bis an die Zähne bewaffneten Eindringlinge keinen leichten Spaziergang über Arzach kriegen. Am 15.Juni, gerade während der „Außenaufnahmen“, wurde der „Besetzungssänger“ selbst, Mustafajew, von einer armenischen Kugel auf der Stelle niedergestreckt.

Apropos, „Westi“ sendeten diese grauenvolle Nachricht innerhalb mehrerer Tage 4 Mal ( !-- Panducht). In eine Waagschale haben sie den Tod eines Journalisten gestellt, der treu und gerecht  der aserbaidschanischen Besetzungsmaschine diente; und in die andere –  tausende armenische Bewohner Berg-Karabachs, die getötet, verwundet, gefangen genommen, vermisst, verwiesen der Heimatstätten wurden...Na ja, Gott sei ihnen der  Richter...

Und was für eine Übereinstimmung: Mustafajew wurde in der Gegend von dem altertümlichen armenischen Dorf Nachitschewanik des Bezirkes Askeran getötet. Genau an Ort und Stelle, wo er vor 4 Monaten mit den aseritürkischen Propagandisten die sorgsam vorbereiteten verunstalteten Leichen aufnahm. Die Leichen der eigenen Landsmänner, die als Opfer der nach Macht strebenden Politiker missbraucht wurden.

Obwohl gibt es ein Gerücht, dass die Armenier mit dem Tod des Journalisten nicht zu tun haben, und die Hand  an der Mustafayevs Ermordung ausgerechnet die  Personen angelegt haben, die ihn zum „Gewissen der Nation“ krönten. Er wusste wirklich zu viel. Aber die Untersuchung seines Todes ist nicht die Aufgabe dieses Artikels.

Panducht.
Quelle: Voskanapat.info


Von Xocali.net: Nach der Meinung von Dana Masalowa war Tschingis Mustafajew, was selten vorkommt, ein außergewöhnlich tapferer, kluger und anständiger Mensch. Viele armenische Journalisten, Militärs und einfache Menschen, die irgendwann mit zu tun hatten, bezeugen es.
Und die Aufnahmen, die  aserbaidschanische Propagandisten zeigen, können nicht von Tschingis Mustafajew stammen. Nur so kann man die Widersprüche zwischen den Meinungen über Tschingis, über Menschen und über den Profi; und den Fälschungen, die Panducht und das Kollektiv der Webseite Xocali.net zu entlarven versuchen; erklären.

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