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Brief an den Generalsekretär der Vereinten Nationen

Письмо Генеральному Секретаю ООН

Schreiben des Ständigen Vertreters der Republik Armenien bei den Vereinten Nationen
vom 10. März an den Generalsekretär der Vereinten Nationen.


Sehr geehrter Herr Boutros-Ghali,

in Erwiderung des Schreibens des Ständigen Vertreters der Republik Aserbaidschan bei den Vereinten Nationen vom 26. Februar 2004 zu Händen des UN-Generalsekretärs und des beigefügten Aktenstücks des Sicherheitsrates (S/2004/165), gebe ich mir die Ehre, Ihnen das Memorandum „Wahrheit über das Geschehen in Chodschali: Aussagen  aus den aserbaidschanischen Quellen“ zu geben ( siehe Beilage).

Ich wäre Ihnen sehr  dankbar für die Verbreitung des Textes des vorliegenden Schreibens und der Beilage als Aktenstück des Sicherheitsrates.


(Unterschrift) Armen Martirosian
Ständiger Bevollmächtigter
Vertreter der Republik Armenien bei den Vereinten Nationen.

Beilage zum Schreiben des Ständigen Vertreters
der Republik Armenien bei den Vereinten Nationen vom 10. März 2004
an den Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Wahrheit über das Geschehen in Chodschali

Aussagen aus den aserbaidschanischen Quellen

Schon seit 12 Jahren nach dem Geschehen in Chodschali versucht offizielles Baku eine anti-armenische Hysterie zu entfachen, sich zum Ziel setzend, die Fakten zu verfälschen und die Schuld für diese tragischen Ereignisse den Armeniern zu zuweisen.

Die Geschehnisse in Chodschali, die zum Tod der friedlichen Bewohner führten, sind ausschließlich das Resultat der politischen Intrigen und des Machtkampfes in Aserbaidschan.

Die wahren Ursachen dieser Tragödie sind überzeugend sichtbar in den Erzählungen der Aserbaidschaner selbst, sowohl der Augenzeugen und der Beteiligten an den Geschehnissen in Chodschali  als auch von derer, die in Baku das tiefste Geheimnis des Geschehens kannten.

Chodschali, neben Schuschi und Agdam, war einer der Haupt-Stützpunkten, von denen aus   innerhalb von drei Wintermonaten 1991/1992 die Hauptstadt der Republik Berg-Karabach
Stepanakert  ständig und gnadenlos mit Artilleriegeschützen und Mehrfachraketenwerfersystemen beschossen wurde.

Die täglichen Beschüsse  von Stepanakert  vom nahe gelegenen Chodschali löschten Hunderte der Menschenleben—Frauen, Kinder, Alte—aus. Die Bevölkerung der Stadt wurde von der aserbaidschanischen Regierung zur Ausrottung verurteilt.

Die Niederschlagung der Feuerstellungen in Chodschali und damit das Ende der Flughafenblockade war der einzige Weg für die Republik  Berg-Karabach, das Überleben der Menschen zu sichern.

Der damalige aserbaidschanische Präsident Ajas Mutalibow erklärte, dass “der Angriff auf Chodschali nicht plötzlich geschah“(1).Im Interview mit  der russischen Zeitung „Nesavißimaja Gaseta“(1992) betonte er: „Für den Rückzug der Zivilbevölkerung ließen die Armenier einen freien Korridor“.(2)
Die Menschenkolonne wurde aber in der Nähe der Grenze des Bezirks  Agdam von der Streiteinheitv der  Volksfront Aserbaidschans ( oder auch Nationalfront Aserbaidschans) beschossen.

Und diese Tatsache wurde nachher von  Ajas Mutalibow bestätigt, der dieses Verbrechen mit dem Versuch der Opposition, ihn für das Vorgefallene verantwortlich zu machen und ihm die Macht zu entreißen,verband.

Im Interview mit der russischen Zeitschrift „Nowoje Wremja“ erklärte Mutalibov, dass „ Jemand  die Erschießung der Bewohner von Chodschali organisierte, um Kontrolle über die  Macht in Aserbaidschan zu ergreifen“.(3)

Nach der Aussage des aserbaidschanischen Journalisten M. Safarogly, „besaß Chodschali eine wichtige strategische Position. Der Verlust von Chodschali bedeutete das politischen Fiasko für Mutalibow“.(4)

Es gibt außerdem die Erklärung des aserbaidschanischen Journalisten  Arif Junusow: “Die Stadt und ihre Bewohner wurden bewusst einem politischen Ziel geopfert: Den Machtantritt der NFAs nicht zuzulassen“.(5) Hier sind aber die Aserbaidschaner selbst als die Schuldiger der Tragödie bezeichnet.

Ähnliche Bemerkungen zu den Geschehnissen in Chodschali, wie bekannt ist, haben einige andere aserbaidschanische hochgestellte Staatsmänner und Journalisten gemacht.

Tamerlan Karajew, der seinerzeit der Vorsitzende vom Obersten Sowjet ( Rat) der Republik Aserbaidschan war, stellte fest: „ Die Tragödie haben die Behörden Aserbaidschans zustande gebracht. Genauer – jemand von der Hochgestellten“.(6)

Aus Unachtsamkeit der Aserbaidschaner war die tschechische Journalistin Jana Masalowa am Tatort  in zwei Gruppen der Medienrepräsentanten anwesend, denen die „von den Armeniern verstümmelten Körper“ gezeigt wurden und sie stellte den wesentlichen Unterschied in diesen zwei Fällen fest. Als Masalowa am Tatort sofort nach den Geschehnissen war, sah sie keine Spuren vom barbarischen Umgang mit den Leichen. Doch ein paar Tage später wurden den Journalisten schon die „vorbereiteten“ für die   Aufnahmen, verstümmelten Körper gezeigt.

Wer tötete die  friedlichen  Bewohner von Chodschali und entweihte danach ihre Leichen, wenn die Tragödie weder im von Armeniern besetzten Dorf noch entlang der Marschroute des humanitären Korridors stattgefunden hat, sondern nahe der Stadt  Aghdam, auf dem Territorium, der völlig von den Aserbaidschanern kontrolliert wurde?

Der unabhängige aserbaidschanische Fernsehjournalist Tschingis Mustafajew, der am 28. Februar und 2. März 1992 am Tatort Dreharbeiten durchführte, zweifelte an der offiziellen Version der Geschehnisse und begann eigene Nachforschungen zu machen. Schon die erste Meldung in die Moskauer  Agentur „D-press“ über die  eventuelle  Beteiligung der aserbaidschanischen Seite an diesem Kriegsverbrechen kostete ihn das Leben. Mustafajew wurde nicht weit von Agdam unter den  Umständen getötet, die noch nicht geklärt sind.

Der ehemalige aserbaidschanische Präsident Hejdar Alijew erklärte persönlich, dass „ die frühere Führung von Aserbaidschan ebenfalls schuldig am Geschehen in Chodschali war“. Schon
im  April 1992, wie die Agentur „Bilik-Dunyasy“ berichtete, sagte er offen:“ Blutvergießen wird uns vom Nutzen sein. Wir brauchen uns in den Lauf der Ereignisse nicht einzumischen“. Wem genau „der Aderlass“ nutzte, ist allen klar. Die „ Megapolis Express“ schrieb:“ Man kann nicht umhin leugnen, dass wenn NFAs sich wirklich weitgehende Zielen stellte, dann erreichte sie die: Mutalibow ist kompromittiert und gestürzt worden, die Weltgemeinschaft ist geschockt  und die Aserbaidschaner und ihre türkischen Brüder glaubten an den so genannten „Völkermord an den Aserbaidschanern“ in Chodschali“.(7)

Noch eine tragische Einzelheit. Es stellte sich nach den Geschehnissen heraus, dass am 26. Februar im „friedlichen“ Chodschali 47 Armenier als Geisel genommen wurden – eine Tatsache, die die aserbaidschanischen Medien, die die Tragödie „beleuchtet haben“,verschwiegen. Nach der Einnahme von Chodschali wurden nur 13 Geiseln (darunter 6 Frauen und ein Kind) gefunden, die anderen 34 wurden von Aserbaidschanern in die ungewisse Richtung entführt. Das Einzige, was über sie bekannt ist, dass sie in der Nacht der Kampfhandlungen aus  dem Dorf hinausgeführt wurden, aber Aghdam nicht erreichten. Bis jetzt gibt es weder Informationen darüber, was letzten
Endes mit ihnen geschah, noch Bestätigung, dass sie sich wie vorher in der Gefangenschaft bei der Aserbaidschanern befinden.

Man kann im Licht der darlegten Fakten sicher feststellen, dass der Tod der friedlichen Bewohner des Dorfes Chodschali eine Tat der aserbaidschanischen Seite ist. Die aserbaidschanischen Politkräfte begingen das Verbrechen gegen das eigene Volk im Namen der politischen Intrigen und des Machtkampfes.

Notizen

1Ogonyok (magazine), Nos. 14-15, 1992.
2Nezavisimaya Gazeta, 2 April 1992.
3Novoye Vremya, 6 March 2001.
4Nezavisimaya Gazeta, February 1993.
5Zerkalo (newspaper), July 1992.
6Mikhalifat (newspaper), 28 April 1992.
7Megapolis Express, No. 17, 1992.


ScreenShot


Siehe auch:

Auszug aus dem Interview mit Ramis Fatalijew

Aussagen der aserbaidschanischen

Ajas Mutalibow. Verbannt aus Aserbaidschan wegen der Wahrheit über Chodschali

Wie logen die aserbaidschanischen Behörden

Es ist nicht Chodschali, was sie zeigen

Chodschali: Chronik einzigartiger Fälschungen und Falsifizierungen


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